Der Geruchssinn

Das Geruchsorgan des Menschen ist mit dem Geschmacksorgan so vernetzt, dass sich beide gegenseitig beeinflussen können. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass ca. alle 60 Tage eine Erneuerung der Geruchszellen an ihrem jeweiligen Ort stattfindet.

Aus der an der oberhalb der oben befindlichen Nasenmuschel sitzenden Riechschleimhaut vorbeistreichenden Luft scheiden sich Geruchsmoleküle an Rezeptormolekülen ab. Dieser Bereich ist beim Menschen etwa pro Nasenhälfte 5 cm2 groß. und ist Sitz der Riechzellen. Die auf die einzelnen Duftstoffe ansprechenden Rezeptoren (es gibt davon 347 verschiedene Rezeptortypen) bilden ihrerseits mittels sogenannter Riechköpfchen eine Matrixstruktur an der Oberfläche der Riechschleimhaut aus.

Aufbau der Nase:
Das Gehirn entscheidet darüber, ob und welche Gerüche im Gedächtnis dauerhaft abgespeichert werden und anschließend zur Geruchsidentifikation in der primären Riechrinde verarbeitet werden. Dabei ist der Geruchssinn stark mit der individuellen Gefühlswelt und dem Erinnerungsvermögen gekoppelt.

Hier erfolgt denn auch die Verknüpfung mit eventuell vorhandenen Geschmacksinformationen. Maximal können gut trainierte Menschen etwa 10.000 Gerüche unterscheiden, wobei individuelle Erfahrung und Erinnerungsvermögen eine große Rolle spielen. Offenbar werden dabei Düfte im visuellen Bereich des Gehirns mitverankert, da sonst keine weitere räumliche Zuordnung von Gerüchen besteht.


Der Geschmackssinn

Die Zunge als Sitz des Geschmacksinnes verfügt über in Quer- und Längsrichtung bewegliche Muskelfasern.

Aufbau der Zunge:
Die Zunge dient gleichzeitig bei der Nahrungsaufnahme als Kau- und Zerkleinerungs- sowie Schluckhilfe. Hierbei stuft sie die Geschmacksinformation aus der Nahrung als süß, salzig, sauer oder bitter ein. Als Grundlage dienen hierzu vier Typen von Papillen mit ca. 9000 Geschmacksknospen. Sie sind auf der Zungenoberfläche verteilt angeordnet.

Die Papillen enthalten ihrerseits Geschmacksknospen mit ca. 30 - 80 Rezeptorzellen, die über entsprechende Poren Kontakt zur Zungenoberfläche haben. die Geschmacksrichtungen sind unterschiedlich auf der Zungenoberfläche verteilt.

Geschmacksrichtungen auf Zunge:
Ausgehend von der Zungenspitze wird dort die Geschmacksrichtung süß ermittelt. Salzig und sauer wird von den seitlichen Zungenrändern festgestellt, währen bitter vom hinteren Zungenteil in einer 10.000 mal größeren Sensitivität als süß erfasst wird. Da viele giftige Substanzen bitter schmecken, ist die hohe Sensitivität für diese Geschmacksrichtung auch als Schutzfunktion gedacht. Leider schrumpfen die Geschmacksknospen im höheren Alter, so verliert der ältere Mensch nach und nach seine Geschmackssensitivität.

Die in den Geschmacksknospen der Papillen enthaltenen Rezeptorzellen setzen die erkannte Geschmacksrichtung in elektrische Nervenimpulse um. Diese werden über sensorische Nervenfasern der Zunge mittels des 7. und 9. Hirnnerven zum Gehirn geleitet und dort ausgewertet und gespeichert.

Quelle: www.airflag.com