Wein- und Destillat-Aromarad

Das komplette Genusserlebnis mit dem Wein-Aromarad

Genuss - insbesondere der von Wein - spielt sich nicht nur auf der Zunge ab, sondern ganz wesentlich auch in der Nase. Wollen wir die Bedeutung des Schmeckens und Riechens vergleichen, so liefert der Geschmack ein Grundmuster und informiert über die Harmonie des Weines. Demgegenüber vermittelt der Geruch dessen Vielfalt und unendliche Feinheiten. Die Geschmacksknospen der Zunge lassen uns die vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter und salzig erkennen. Im Geruch hingegen offenbaren sich über tausend Geruchsnuancen, von denen die wichtigsten für Weine im Aromarad zu finden sind. Das komplette Genusserlebnis bilden Geschmack und Geruch aber erst gemeinsam. Beim Schmecken des Weines treten, durch ausgiebiges "Schlürfen" unterstützt, die Aromastoffe in die Atemluft und beim Ausatmen zwangsläufig in die Nase. Hier entscheidet sich erst, ob der Wein fruchtig oder blumig schmeckt. Wie wichtig dieser sogenannte retronasale Geruch während des Schmeckens ist, kann jeder bei einem Schnupfen feststellen, wenn selbst die Lieblingsspeise plötzlich fad schmeckt, da der Zugang zum Geruchssinn für die Aromastoffe blockiert ist.

Was Sie nun alles riechen und schmecken können, welche Schlussfolgerungen Sie daraus ziehen können und vor allem wie man dies auch kompetent in Worte fassen kann, das alles zeigt Ihnen das Aromarad.


Wie verkoste ich mit dem Aromarad?

Das Weinaromarad für Weiß- und Rotweine untergliedert sich in sieben farblich abgesetzte Segmente, die den Geruch beschreiben, und ein Segment, das den Geschmackseindruck charakterisiert. Geschnuppert wird vom allgemeineren inneren zum spezielleren äußeren Kreis.

Fangen wir bei Start an: Sie haben z. B. im Bereich "Fruchtig" die Anmutung "Beerenfrucht". Jetzt können Sie durch intensiveres Schnuppern feststellen, ob Ihr Wein eher nach Johannisbeere oder Holunder oder unter Umständen auch nach beidem duftet. Aus den einzelnen Aromen eines Weines können Sie bereits wichtige Schlüsse auf seine Rebsorte und das Anbaugebiet ziehen. Finden Sie jedoch buttrige Aromen oder Nuancen von Vanille oder Gewürznelken, liegt der Schluss nahe, dass der betreffende Wein einen biologischen Säureabbau erfahren hat oder im Barrique-Fass ausgebaut wurde. Eine geübte Nase und ein erfahrener Gaumen können bereits an wenigen Aromanoten erkennen, um welche Rebsorte oder welches Anbaugebiet es sich handelt. Ein wichtiger Vorzug des Aromarades ist sein hoher Informationsgehalt für die richtige Kombination von Essen und Wein.

Das Schöne dabei ist, dass mit dem neuen Wissen jeder den Ausführungen der Experten folgen kann, und über kurz oder lang stellt sich die Kennerschaft von selbst ein.